Stiftung für Soziale Psychiatrie

 

Stiftungspreis 2009 geht an die EX-IN-Börse in Hamburg

die Preiträger 2008 Die Sieger

Mediensonderpreis

 

Die Bewerbung der Sieger:

EX-IN/ler werben für Ihre Arbeit
Aufbau einer Erfahrenen-Arbeitsbörse
 
Experienced - Involvement (EX-IN) - übersetzt in etwa mit "Einbeziehung Psychiatrie-Erfahrener" - ist eine Fortbildung, die seit 2006 in Hamburg und Bremen für krisenerfahrene Menschen angeboten wird. Ziel ist es, die Teilnehmer dahingehend zu qualifizieren, dass sie in psychosozialen Arbeitsbereichen gegen Bezahlung tätig werden können. Grundidee ist, dass Krisenerfahrene ihr persönliches Erfahrungswissen zu einer Kompetenz verarbeiten und darauf aufbauend in die Arbeitsfelder einbringen.
Wir alle haben die EX-IN-Fortbildung absolviert und treffen uns in 14tägigen Abständen um unsere Erfahrungen über EX-IN Arbeitsangelegenheiten auszutauschen. Im Mittelpunkt unserer Gruppenarbeit steht der Erfahrungsaustausch der laufenden Einsatzbereiche. Darüber hinaus unterstützen wir uns gegenseitig bei der Suche nach Arbeitsmöglichkeiten und Bewerbungen.
Wir verstehen unsere Arbeit als trialogisch angelegt. So sind wir aktiv in verschiedenen trialogischen Gremien, sowie als Referenten bei Fachfortbildungen. Außerdem nehmen wir an trialogischen Veranstaltungen in Schulen (Verein Irre menschlich e. v. Hamburg) teil.
Wichtiger Bestandteil unserer Tätigkeit ist unsere aktive Teilnahme an verschiedenen Tagungen, Kongressen etc. Bei diesen Veranstaltungen halten wir Vorträge zu speziellen Fragestellungen. Auch der Angehörigenverband beteiligt uns an seinen Veranstaltungen.
Nachfolgend Bereiche in denen wir tätig waren/sind:

Wir möchten unsere Arbeit systematisch ausbauen zwecks Beschaffung zusätzlicher Arbeitsmöglichkeiten. Dafür wollen wir Öffentlichkeitsarbeit machen (Flyer, Anzeigen in Fachzeitschriften). Da inzwischen drei EX-IN Gruppen fortgebildet wurden, besteht ein zunehmender Bedarf an Organisationsstrukturen. Wir wollen auf trialogischem Weg, also mit Hilfe von Profis und Angehörigen, weitere Arbeitsmöglichkeiten acquirieren und eine spezielle Erfahrenen-Arbeitsbörse aufbauen und uns weiter gegenseitig (im Sinne einer „Intervision“) bei Arbeitseinsätzen stärken und unterstützen.  Das Preisgeld wäre eine willkommene Starthilfe für die weitere Öffentlichkeitsareit.

Marietta Beetz, Christiane Wiedstruck, Rolf Scheffel, Tuula Rouhiainen, Hinrich Niebuhr, Gudrun Miels-Ferreira
Federführend: Marietta Beetz (marietta.Beez@gmx.de) 

 

 

 

Mediensonderpreis

20 Jahre Trialog (AT)
Filmentwurf von Alexandra Pohlmeier
(18.1.2009)

 

„Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil
von dem leben können, was in uns ist –
was geschieht mit dem Rest?“ 
Pascal Mercier, Philosoph

 

Dieser Film möchte den 20.Geburtstag des Psychose-Seminars als Anlass nehmen, einen Blick auf die Entstehung, die Entwicklung und die weiteren Perspektiven dieser Idee zu werfen.

Der Film
Möglicher Vorspann: Unterschiedliche Leute werden im Stil einer Straßenumfrage befragt, was das Psychose-Seminar ist und was sie davon halten. Dies wird als Einführung ins Thema vorangestellt.

Entstehung
                Dorothea Buck und Thomas Bock berichten von ihrer Erfindung des Psychose-Seminars 1989. Sie stellen die Idee vor: Begegnung auf Augenhöhe, demokratisch statt hierarchisch, Erfahrungsaustausch, wechselseitiges Lernen, Entwicklung einer neuen Kultur des gegenseitigen Respektes und einer daraus sich entwickelnden Verständigung,...
                        „Das ist eigentlich unsere, der Psychiatrie-Erfahrenen Antwort auf die völlig             gesprächslose Psychiatrie damals, die zu den Patientenmorden und vorher zu den             Zwangssterilisationen geführt hatte.“ <Zitat: D.Buck>

 

Weitere Bewerbungen um den Stiftungspreis 2009:


- Vernetzung deutschsprachiger Psychoseseminare und Trialoggruppen/Erarbeitung einer zentralen Internetpräsenz für
Psychoseseminare und Trialoggruppen. Kontakt über trialog@fh-potsdam.de oder psychoseseminar@fh-potsdam.de
- Ehrenamtlicher Besuchsdienst für chronisch psychisch kranke Menschen im Raum Leipzig. Kontakt über ebd@wiedereingliederung-leipzig.de
- Projekt Zukunft - Konsequente Orientierung am individuellen Hilfebedarf der von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel. Kontakt über sb.integrationshilfen@bethel.de
- Unterstützung psychisch kranker Mütter bei der Teilnahme an einem Leben in der Gesellschaft in Plauen. Kontakt über
awg@paritas-plauen.de
- Integrationsprojekt DISTEL - ein soziales Arbeitsprojekt in der Grünflächenpflege und anderen Arbeitsfeldern in Leipzig. Kontakt über beratung@wege-ev.de
- IRRTU(R)M - Öffentlichkeitsarbeit durch und für (ehemalige) Langzeitpatienten der ehemaligen Langzeitpsychiatrie Kloster Blankenburg
in Bremen. Kontakt über irrturm@izsr.de

Neuigkeiten

Zur Stiftungsgründung haben durch ihre Spenden beigetragen: Gudrun Callier, Martin Osinski, Markus Broscheid, Bettina Scholtz, Dr. H.-D. Lehmkuhl, Dr. Klaus-Dieter Dresler (†), Norbert Schäfers, Renate Schernus, Heiner Schmitt, Karin Morisse, Christian Nieraese und Helga Schmidt-Nieraese, Wolfgang Keller, Andreas Wörner, Helmut Röthenmeier, Andreas Habicht, Gudrun Tissler-Berndt, Ilse Braunschweig, Hilde Schädle-Deininger, Petra Groh-Kankarowitsch und die Landesverbände Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Rheinland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Westfalen. Vielen Dank an alle Spender.

Links

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